Hinweis

Ihre Browserversion wird leider nicht mehr unterstüzt. Dies kann dazu führen, dass Webseiten nicht mehr fehlerfrei dargestellt werden und stellt ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar. Wir empfehlen Ihnen, Ihren Browser zu aktualisieren oder einen der folgenden Browser zu verwenden:

Das alte Gesetz

02.10.2021 | 19:00 Uhr bis 02.10.2021| 21:20 Uhr

Stummfilm, D 1923, 130 Minuten
Regie: Ewald André Dupont

In Galizien sehnt sich um 1850 der Sohn eines orthodoxen Rabbiners danach, Schauspieler zu werden. Er verlässt sein Schtetl, schließt sich fahrenden Theaterleuten an und hat auf einem Landsitz der Erzherzogin Elisabeth Theresia das Glück, dass sich die Herrscherin in ihn verliebt und ihm den Weg ans Wiener Burgtheater eröffnet. Der ergreifende Stummfilm kreist um die Frage nach der jüdischen Identität zwischen Antisemitismus, Assimilation und der Orthodoxie der „Alten“ heraus, ohne die jeweiligen Positionen grundsätzlich für unvereinbar zu erklären. Auch durch die außergewöhnliche Qualität von Inszenierung, Darstellung und visueller Gestaltung erscheint das komplexe Historiendrama wie aus einem Guss. (www.filmdienst.de)

Musikbegleitung Prof. Stefan Schmidt, Domorganist Würzburg und Honorarprofessor an der RSH Düsseldorf

    

   

Zur Filmreihe:

Juden leben in Deutschland. Das war schon immer so. 1700 Jahre bezeugen dies eindrücklich. Doch selbstverständlich war dies nie. Auch das war schon immer so - die ganzen 1700 Jahre hindurch. Und ist es nicht bis auf den heutigen Tag, wenn Dr. Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden, sich für die Zukunft wünscht, "dass jüdisches Leben, jüdische Gemeinden als etwas ganz Selbstverständliches angesehen werden...". Diesem Mangel an Selbstverständlichem gilt es entgegenzutreten. Denn niemand kann ihm ausweichen oder ihn verleugnen, ohne ihn zu vergrößern. Dem "Noch-nicht" Ausdruck zu verleihen, ihm ein Gesicht zu geben, dem Absenten Präsenz einzuräumen - das markiert die hohe Kunst der Kunst: im Bild, im Klang, im Film. Wo das geschieht, eröffnet sich ein Raum, ein Ort im Auge des Betrachters, der jüdische Kultur und Religion in seiner Vielfalt als etwas ganz Selbstverständliches sichtbar werden lässt.

Wir wünschen viel Spaß und anregende Gespräche.

Dr. Dietmar Kretz, Katholische Akademie Domschule, Würzburg
Dr. Jürgen Lohmayer, Referat für Interreligiösen Dialog und Weltanschauungsfragen der Diözese Würzburg
Jun.-Prof. Dr. Sibylle Trawöger, Universität Würzburg
Oliver Ripperger, AV-Medienzentrale der Diözese Würzburg

Weiterführende Informationen

Veranstaltungsort

Kiliansdom (im Rahmen der Nacht der offenen Kirchen)

Zeitraum
Beginn:  02.10.2021 | 19:00 Uhr
Ende:  02.10.2021 | 21:20 Uhr

Downloads zur Veranstaltung

752,8 KB

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung